Astrid Heck

* 28.8.1974 in Bonn, + 07.07.2009 in Leipzig

Was von Astrid Heck in Herz und Kopf bleibt, ist die Erinnerung an eine sympathische, aktive, lebenslustige und ehrgeizige Kollegin. In Zeiten einer stark schrumpfenden Stadt Leipzig engagierte sie sich als Landschaftsarchitektin und Stadtplanerin für die Entwicklung und Umsetzung innovativer Ansätze zum Erhalt des baukulturellen Erbes und zur Aufwertung des öffentlichen Raums.

Als Gründungsmitglied von HausHalten e.V. erkannte sie frühzeitig, dass leer stehende, vom Verfall bedrohte Gründerzeitgebäude kein unlösbares Problem darstellen, sondern große Potentiale bergen. Statt des oftmals gängigen Gebäudeabrisses setzte sich Astrid im HausHalten Verein für Sicherung und Werterhaltung gefährdeter Altbauten durch die Akquisition neuer Nutzer auf nicht kommerzieller Basis ein. Viele städtebaulich und baukulturell bedeutsame Gebäude konnten durch den sogenannten Wächterhaus-Ansatz in den folgenden Jahren erhalten und schließlich durch eine umfassende Sanierung und Modernisierung zur langfristigen Nutzung erhalten werden.

Auch die Aufwertung und Wiedernutzbarmachung vernachlässigter innerstädtischer Freiflächen, insbesondere auf Baulücken und Brachen, war Astrid ein wichtiges Anliegen. Gemeinsam mit dem Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung der Stadt Leipzig entwickelte sie die Gestattungsvereinbarung für die temporäre Nutzung privater Flächen. Um Angebot und Nachfrage zusammenzuführen konzipierte Astrid Heck in Zusammenarbeit mit dem Büro CivixX das Freiraumportal „Freiräume für Bürgerträume“. Viele bis dahin ungenutzte Freiflächen insbesondere im Leipziger Westen und Osten konnten dadurch auf privatrechtlicher Basis revitalisiert werden.

Unerwartet und auf tragische Weise verlor Astrid Heck ihr noch junges Leben bei der Geburt ihrer Tochter Nele.

Sie hatte bis dahin bereits bei einer Vielzahl innovativer Projekte im Kollegenkreis und in der Bürgerschaft eine hohe Wertschätzung erfahren. Dass sie in ihrem Handeln nie den einfachen Weg eingeschlagen hat, zeichnete sie besonders aus.

In ihrem Sinne wollen wir die Projekte weiterführen, neue Inhalte identifizieren und umsetzen.