Wohnraumversorgung von benachteiligten Bevölkerungsgruppen [Ukraine]

Im Jahr 2017 ging bgh. eine Arbeitsgemeinschaft mit Iris Gleichmann ein, um die Wohnraumversorgung von benachteiligten Bevölkerungsgruppen (insbesondere Binnenflüchtlinge aus dem seit dem Konflikt besetzten Oblasten Donezk und Luhansk) in ausgewählten Städten der Ukraine zu analysieren. Die GIZ beauftragte die Arbeitsgemeinschaft im Rahmen des Programms „Initiativen des Infrastrukturprogramms für die Ukraine. Stärkung der sozialen Infrastruktur für die Aufnahme von Binnenflüchtlingen“ (IIPU). In dessen Rahmen wurden in den Jahren 2014 und 2015 sieben temporäre Containersiedlungen in den Städten Dnipro, Kamjanske, Kharkiv, Krywji Rig, Nikopol, Pawlohrad, Zaporizhzhya errichtet. Ausgangspunkt der Beauftragung war die Frage danach, wie langfristig mit diesen Siedlungen, die einen wichtigen Bestandteil der Wohnraumversorgung darstellen, umzugehen ist.

Basierend auf mehreren Vor-Ort-Einsätzen, zahlreichen Gesprächen mit Vertretern von Stadtverwaltungen, verschiedenen NGOs, betroffenen Binnengeflüchteten sowie dem Ministerium für temporär besetzte Gebiete und Binnengeflüchtete (MinTot), wurden im Rahmen der Beauftragung:

  • die sozio-ökonomische und bauliche Situation der einzelnen Siedlungen analysiert
  • Vorschläge zur Verlängerung der Lebensdauer der Wohncontainer und zur Aufwertung der Containersiedlungen skizziert
  • und ein integrierter Planungsansatz zur langfristigen Unterbringung von benachteiligten Bevölkerungsgruppen innerhalb der einzelnen Projektstädte erarbeitet.

Die Ergebnisse wurden dem Ministerium (MinTot) im Dezember 2017 vorgestellt und Möglichkeiten der Umsetzung ab 2018 besprochen.

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Kooperationspartner: Iris Gleichmann
Zeitraum: 2017

Zwei Fachinformationsreisen „Integrierte Stadtentwicklungsstrategien und -förderprogramme“ [ukrainische Delegationen]

Im Kontext der Stärkung ukrainisch-deutscher Zusammenarbeit, in den auch die Ukrainisch-deutsche Stadtentwicklungskonferenz und der städtebauliche Wettbewerb „Leipzig-Preis“ einzubetten sind, führte bgh. gemeinsam mit Iris Gleichmann und Mariana Kuchlevska zwei Fachinformationsreisen zum Thema „Integrierte Stadtentwicklungsstrategien und Stadtentwicklungsförderprogramme am Beispiel Deutschland“ durch. Das Team konzipierte, organisierte und begleitete die beiden einwöchigen Studienreisen für zwei hochrangige ukrainische Delegationen. Die erste Fachinformationsreise (September 2016) wurde für Vertreter der Regional- und Bundesebene und die zweite Studienreise (März 2017) für Vertreter der kommunalen Ebene durchgeführt.

Ziele der Reisen:

  • Fachlicher Austausch zwischen deutschen und ukrainischen Fachkollegen
  • Vorstellung und Diskussion ausgewählter Ansätze, Verfahren und Erfahrungen im Bereich integrierter Stadtentwicklung
  • Erfahrungsaustausch mit Fachämtern und Institutionen in Berlin, Leipzig, Halle (Saale) und München

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Kooperationspartner: Iris Gleichmann und Mariana Kuchlevska
Zeitraum: 2016 und 2017

1. Ukrainisch-Deutsche Stadtentwicklungskonferenz [Kiew]

Im Dezember 2016 wurde die erste ukrainisch-deutsche Stadtentwicklungskonferenz vom ukrainischen Ministerium für Regionalentwicklung, Bau, Wohnen und Kommunale Dienstleistungen (MinReg) und dem deutschen Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) veranstaltet. bgh. war in der Organisation und Umsetzung der Konferenz mit dem Thema „Möglichkeiten der integrierten Stadtentwicklung für eine nachhaltige Entwicklung in der Ukraine“ beteiligt. Die Konferenz setzte sich aus mehreren Bausteinen zusammen:

  • Moderierte Paneldiskussion zur Erläuterung der Ziele der Leipzig Charta, geeigneten Planungsinstrumenten und Fördermöglichkeiten sowie der Spiegelung mit den aktuellen Reformbedarfen und -prozessen der Ukraine
  • Einteilung in verschiedene Arbeitsgruppen zur Vorstellung von Praxisbeispielen und Möglichkeiten der Vernetzung
  • Vertiefung und Diskussion mit dem Plenum

Ziele der Konferenz:

  • Wissensvermittlung und Erfahrungsaustausch zwischen Experten der relevanten Verwaltungsebenen
  • Bildung und Stärkung von Netzwerken der direkten Kooperation
  • Motivation der Städte über die Preisvergabe für besonders gute Ansätze in der Stadtentwicklung

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Kooperationspartner: Iris Gleichmann und Mariana Kuchlevska
Zeitraum: 2016

Städtebaulicher Wettbewerb „Leipzig-Preis“ [Ukraine]

Vor dem Hintergrund einer intensiven Zusammenarbeit in der Stadtentwicklung zwischen dem ukrainischen Ministerium für Regionalentwicklung, Bau, Wohnen und Kommunale Dienstleistungen (MinReg) und dem deutschen Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), haben beide Ministerien den städtebaulichen Wettbewerb „Leipzig-Preis für Integrierte Stadtentwicklung in der Ukraine 2016“ ausgelobt. Prämiert werden innovative Projekte und Verfahren im Sinne der „Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt“, die in Kooperation mit der Zivilgesellschaft erarbeitet und in den letzen vier Jahren erfolgreich realisiert wurden. bgh. war in der Vorbereitung, Koordination und Begleitung des Wettbewerbs tätig.

Ziele:

  • Förderung der nachhaltigen Entwicklung von Städten, Stadtteilen oder Stadträumen in der Ukraine
  • Verbesserung der Kooperation zwischen Stadtverwaltung, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft
  • Bekanntmachung von guten Lösungen zur integrierten Stadtentwicklung
  • Förderung von Maßnahmen und Initiativen ukrainischer Städte oder Akteure der Zivilgesellschaft, die innovative Beiträge zur integrierten Stadtentwicklung leisten

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Kooperationspartner: Iris Gleichmann und Mariana Kuchlevska
Zeitraum: 2016

Magistralenmanagement Georg-Schumann-Straße [Leipzig]

Nach ersten erkennbaren Erfolgen der Magistralenentwicklung in der Georg-Schumann-Straße, bedurfte es einer weiterführenden Begleitung. Neben dem Fortführen erfolgreicher Ansätze sollte eine aktivere Unterstützung besonderer Schwerpunkte der Magistralenentwicklung erfolgen – wie eine stärkere Vernetzung lokaler Akteure, die Schaffung selbsttragender und nachhaltiger Strukturen sowie die gezielte Entwicklung und Begleitung von Projekten mit Ausrichtung auf Standortmarketing, wirtschaftliche Stärkung und Leerstandsbeseitigung.

Themenschwerpunkte:

  • Weiterentwicklung sowie Umsetzung der Handlungsstrategien und Schwerpunktsetzungen
  • Begleitung und Unterstützung der ansässigen Akteure und der Verwaltung bei der Umsetzung von Maßnahmen und Projekten in den Bereichen Wirtschaft, Stadtraum und Verkehr sowie Kultur und Soziales
  • Moderation, Vermittlung zwischen den verschiedenen Akteurs- und Interessengruppen
  • Unterstützung der Stadt Leipzig bei der Identifizierung und Einbindung komplementärer Beratungsangebote und Förderprogramme
  • Betreibung des Infozentrums Georg-Schumann-Straße

Auftraggeber: Stadt Leipzig, Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)
Kooperationspartner: Freie Wirtschaftsförderung Frank Basten
Zeitraum: April 2013 – Mai 2017 

Peer-Learning-Reise „Strategien und Fördermechanismen einer sozial nachhaltigen Stadtentwicklung“ [internationale Delegation]

Aufbauend auf den bisherigen Kooperationen und Austauschen, hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) hochrangige Vertreter der nationalen und kommunalen Ebene einiger seiner zentralen internationalen Partner zum 9. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik „Städtische Energien – Integration leben“ vom 16.-18. 09.2015 in Leipzig sowie zur Teilnahme an einer sich daran anschließenden Peer-Learning-Reise (18.-21.09.2015) eingeladen. Partner u.a. aus Südafrika, den USA, Indien und der Ukraine nahmen an der Fachinformationsreise teil. Die Peer-Learning-Reise wurde von der Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Rahmen des oben genannten Projektes durchgeführt.

Ziel der Reise war es, die internationale Zusammenarbeit zu fördern, Raum für Dialoge und einen Austausch unter Peers zu aktuellen Stadtentwicklungsthemen von gemeinsamer, internationaler Relevanz zu ermöglichen und damit Stadtentwicklung entlang der Prinzipien und Ziele der Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt und des Memorandums Städtische Energien zu fördern.

Zentrales Thema der Peer-Learning-Reise waren Strategien und Förderinstrumente für eine sozial nachhaltige Stadtentwicklung. Anhand konkreter Beispiele in den Städten Leipzig, Nürnberg und München wurde ein Austausch über Strategien, Mechanismen und integrierte Konzepte für eine sozial inklusive Stadtentwicklung im Hinblick auf den gesamtstädtischen Kontext sowie städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter Stadt- und Ortsteile gefunden. Ein besonderer Fokus lag dabei auf Beispielen des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt“. Neben der regierungsebenenübergreifenden Partnerschaft – der Städtebauförderung – sollte die Gestaltung von Partnerschaften zwischen Stadtverwaltung, Privatsektor und Zivilgesellschaft auf städtischer Ebene als mögliche Erfolgsfaktoren beleuchtet und im internationalen Kontext reflektiert werden.

bgh. unterstützte die GIZ bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Peer-Learning-Reise.

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Zeitraum: 2015

Beratungsmissionen zum Thema „Integrierte Stadtentwicklung“ [Indien]

Im Rahmen der indisch-deutschen Zusammenarbeit kooperieren das indische Ministry of Housing and Urban Poverty Alleviation (MoHUPA) und die GIZ in dem Projekt „Inclusive Cities Partnership Programme“ (ICCP).

Ziel der Kooperation ist die Förderung einer nachhaltigen und inklusiven Entwicklung. Auf Bundes-, Regions- und Stadtebene sollen Denk- und Handlungsansätze sowie konkrete Maßnahmen katalysiert werden, die zu einer inklusiven und umweltfreundlichen Verbesserung der Wohnraumsituation, mit Fokus auf finanziell schlechter gestellte Bevölkerungsgruppen, beitragen. In diesem Kontext fanden im Februar 2016 und Mai 2017 Beratungsmissionen in den indischen Städten Puri und Berhampur statt, die von bgh. vorbereitet und durchgeführt wurden. Folgende thematische Schwerpunkte und Aufgaben waren dabei relevant:

  • Aufzeigen von integrierten Entwicklungsstrategien in Deutschland
  • Analyse der Kapazitäten für die Umsetzung von gesamtstädtischen Planungsansätzen und konkreten Projekten in einzelnen Stadtquartieren
  • Beratung und strategische Empfehlungen für den weiteren Projektverlauf

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Zeitraum: 2016-2017

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für die Innenstadt von Chernivtsi [Ukraine]

In den Jahren 2014 und 2015 wurde in der ukrainischen Stadt Chernivtsi ein Integriertes Entwicklungskonzept für die Innenstadt erarbeitet, wobei die Stadtverwaltung von Chernivtsi dabei Unterstützung durch das Projekt „Kommunalentwicklung und Altstadtsanierung in Lviv” erhielt.

Grundstein der Zusammenarbeit ist das im Rahmen der „2. Akademie für Integrierte Stadtentwicklung“ unterzeichnete Memorandum, in dem sich die Stadt Chernivtsi und das Projekt „Kommunalentwicklung und Altstadtsanierung in Lviv” eine Kooperation zusichern.

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept bildet die nachhaltige Strategie für die Entwicklung der Innenstadt von Chernivtsi bis zum Jahr 2030. Es wurde in einem intensiven partizipativen Prozess, unter Einbeziehung  lokaler Akteure, der verschiedenen Fachämter der Stadtverwaltung, der kommunalen Eigenbetriebe und wichtiger öffentlicher Institutionen erarbeitet.

Mit Blick auf die Umsetzung wurden Ziele, Maßnahmen und Projekte in den folgenden Themenfelder definiert: Städtebau und Wohnen; Verkehr; Technische Infrastruktur; Kultur und Kulturelles Erbe;  Bildung, Wissenschaft und Soziales; Tourismus; Öffentlicher Raum und Grünanlagen; Umwelt und Klimaschutz; Wirtschaft und Arbeitsmarkt sowie Verwaltungsmodernisierung. Doch stehen die einzelnen Themenbereichen keinesfalls für sich, vielmehr bestehen enge Beziehungen und Wechselwirkungen, aus denen Synergie-Effekte hervorgehen können. bgh. war im Erarbeitungsprozess beratend und begleitend tätig.

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Zeitraum: 2014-2015

Leitbild‐Strategie‐Workshop und Strategiepapier [Halle, Saale]

Die Stadt Halle (Saale) beauftragt die Bietergemeinschaft bestehend aus den Leipziger Büros urban management systems (u.m.s.) GmbH und bgh. im Zeitraum zwischen 2014 und 2015 mit der Durchführung eines Leitbild-Strategie-Workshops und der Erstellung eines Strategiepapiers im Rahmen der Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) hallesaale* 2025. 

Neben verwaltungsinternen sektoralen Analysen, externen Fachgutachten und einem umfangreichen Beteiligungsprozess zur Feststellung des Ist-Zustandes in der Stadtentwicklung galt es darauf aufbauend, Schlüsse zu ziehen und diese in Form eines Leitbildes und einer Stadtstrategie bis hin auf die Projektebene einschließlich Finanzierungsmöglichkeiten festzuhalten. Das Strategiepapier und der Strategie-Workshop wurden als Kernbausteine im ISEK-Prozess betrachtet.

Der Erarbeitungsprozess setzte sich aus mehreren wichtigen Bestandteilen zusammen. So wurden beispielsweise Bürgerkonferenzen, Fachworkshops, Experteninterviews durchgeführt, um eine ganzheitliche Leitbildentwicklung hervorzubringen.

Auftraggeber: Stadt Halle (Saale)
Kooperationspartner: urban management systems (u.m.s.) GmbH
Zeitraum: 2014-2015

Nachhaltige Stadtentwicklung. Lebenswert, grün & vernetzt – Städte der Zukunft gemeinsam gestalten

Seit mehr als 40 Jahren berät die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH weltweit Partnerländer – neben vielen anderen Themen – u.a. in der Stadt- und Kommunalentwicklung. Die GIZ fokussiert die Entwicklung von sicheren, lebenswerten, nachhaltigen und inklusiven Städten und Stadtteilen. Mit denen Zielen, bisherige Erfahrungen zu dokumentieren, ihr Leistungsspektrum aufzuzeigen sowie zum weiteren Veränderungsprozess beizutragen, hat die GIZ im Juni 2016 die Broschüre „Nachhaltige Stadtentwicklung. Lebenswert, grün und vernetzt – Städte der Zukunft gemeinsam gestalten“ veröffentlicht.

In einer bereichsübergreifenden Arbeitsgruppe, dem Cluster Stadt und Region, wurde diese Broschüre zwischen in den Jahren 2015 und 2016 erarbeitet. bgh. war dabei gemeinsam mit den Kooperationspartnern für die Konzeption und inhaltliche Erarbeitung der Broschüre verantwortlich.

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Kooperationspartner: Michael Engel, Sabine Meyer-Zenk
Zeitraum: 2015-2016

Integration durch Initiativmanagement [Leipzig]

Seit Anfang des Jahres 2017 wird in der Stadt Leipzig das Projekt „Integration durch Initiativmanagement“ (INTIGRA) durchgeführt. Dieser Projektvorschlag wurde 2016 vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen eines Projektaufrufs zum Thema „Stadtentwicklung und Migration“ als Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik (NSP) ausgewählt. Das Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW) der Stadt Leipzig führt dieses Projekt mit der Bürogemeinschaft Gauly & Volgmann (bgh.) als Projektpartner durch.

Themenschwerpunkte:

  • Erprobung neuer Methoden der Beteiligung in Gebieten mit geringer Förderkulisse – mit dem Ziel, den sozialen Zusammenhalt vor Ort zu stärken
  • Unterstützung und Vernetzung der lokalen Akteure im Stadtteil, um endogene Potentiale zu aktivieren
  • Integration in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext verstehen, wobei der Fokus auf den 3 Zielgruppen Personen mit Migrationshintergrund, Geflüchteten und Personen am Rande der Gesellschaft liegt
  • Etablierung kostengünstiger lokaler Managementstrukturen und Umsetzung von Pilotprojekten
  • Prüfung der Übertragbarkeit der gewonnen Erkenntnisse auf andere Stadtteile und Städte

Anfang September 2018 fand der „Bunte Mockauer Sommer“ statt, bei dem für eine knappe Woche eine Grünfläche im Zentrum von Mockau gemeinsam von der Stadt Leipzig, zahlreichen lokalen Vereinen und Einrichtungen mit unterschiedlichen Aktivitäten bespielt wurde. Die Idee zum Bunten Mockauer Sommer entstand in den regelmäßigen Akteursworkshops im Stadtteil – aus dem Wunsch heraus – einen (temporären) Begegnungsort für Mockauerinnen und Mockauer zu schaffen sowie die Einrichtungen stärker untereinander zu vernetzen. 

Auftraggeber: Stadt Leipzig, Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)
Zeitraum: 2017-2019

2. Ukrainisch-Deutsche Stadtentwicklungskonferenz [Lviv]

Anfang Dezember 2017 wurde die zweite ukrainisch-deutsche Stadtentwicklungskonferenz vom ukrainischen Ministerium für Regionalentwicklung, Bau, Wohnen und Kommunale Dienstleistungen (MinReg) und dem deutschen Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) mit fast 300 Teilnehmenden durchgeführt.

bgh. war in der Organisation und Umsetzung der Konferenz mit dem Thema „Lebenswerte Städte in der Ukraine“ involviert. Inhaltlich setzte sich die Konferenz aus mehreren Schwerpunkten zusammen:

  • Impulsvorträge zur lebenswerten, europäischen Stadt sowie zu aktuellen Herausforderungen für lebenswerte Städte in der Ukraine und Deutschland
  • Vorstellung des neuen ukrainisch-deutschen Städtenetzes zur integrierten Stadtentwicklung, sowie peer to peer Learning als Erfolgsmodell
  • Vorstellung von Praxisbeispielen, Diskussion und Möglichkeiten der Vernetzung in den drei Arenen „Partizipativ“, „Klimagerecht“ und „Kreativ“
  • Pecha Kucha Präsentationen zu innovativen Ansätzen für lebenswerte Städte
  • Berichterstattung der Preisträger des 1. Leipzig-Preises aus dem Jahr 2016
  • Preisverleihung des 2. Leipzig-Preis für innovative Projekte der integrierten Stadtentwicklung in der Ukraine (ausgelobt am 29.08.2017 von MinReg und BMUB)

Ziele der Konferenz:

  • Wissensvermittlung und Erfahrungsaustausch zwischen Experten der relevanten Verwaltungsebenen
  • Bildung und Stärkung von Netzwerken der direkten Kooperation
  • Motivation der Städte über die Preisvergabe für besonders gute Ansätze in der Entwicklung lebenswerter Städte

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Kooperationspartner: Iris Gleichmann
Zeitraum: 2017

Europa 2020 – Leipzig 2020

Die Stadt Leipzig hat im Jahr 2013 die Broschüre „Europa 2020 – Leipzig 2020. Grobkonzept zur Ausgestaltung der EU-Strukturfonds-Förderperiode 2014 bis 2020“ herausgegeben.

Das Grobkonzept wurde ämterübergreifend erarbeitet. Es dient als Grundlage für Verhandlungen zwischen der Stadt Leipzig und der sächsischen Staatsregierung über den Einsatz von europäischen Strukturfondsmitteln – insbesondere des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Europäischen Sozialfonds (ESF). Die betreffende Förderperiode begann im Jahr 2014 und endet im Jahr 2020. bgh. war für die Konzeption und das Layout des Grobkonzepts verantwortlich.

Auftraggeber: Stadt Leipzig, Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)
Zeitraum: 2013

Standortmarketing Georg-Schwarz-Straße [Leipzig]

Die Georg-Schwarz-Straße ist eine wichtige 2,5 km lange Magistrale im Leipziger Westen, die die Stadtteile Leutzsch und Altlindenau durchzieht. Enger Straßenraum, ungünstige verkehrstechnische Bedingungen sowie unsanierte Gebäude prägen noch immer das Straßenbild. Daher ist der Straßenzug im Integrierten Stadtentwicklungskonzept Leipzig 2020 (SEKo), das im Jahr 2017 fortgeschrieben wird, als Magistrale mit Handlungspriorität definiert.

In den vergangenen Jahren konnten durch privates und öffentliches Engagement bereits Potentiale genutzt und Projekte für einen nachhaltigen Entwicklungsprozess initiiert werden. Die Stadt Leipzig hat große Teile der Straße im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ (SOP) zum Fördergebiet ausgewiesen. Seit Juni 2011 koordiniert das Magistralenmanagement Georg-Schwarz-Straße die Vielzahl von Aktivitäten entlang der Magistrale.

bgh. unterstützte das Magistralenmanagement im Bereich des Standortmarketings. Dabei galt es, das bereits vorhandene Angebot durch Neuansiedlungen zu ergänzen sowie Gewerbetreibende für den Standort Georg-Schwarz-Straße zu sensibilisieren und zu interessieren.

Auftraggeber: Stadt Leipzig, Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)
Trägerbüro: StadtLabor, Tröger + Mothes GbR
Zeitraum: 2011-2012

Lebendige Altstädte – Urbane Kulturen. Integrierte Altstadtentwicklung

Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH veröffentlichte im Jahr 2008 die Broschüre „Lebendige Altstädte – Urbane Kulturen. Integrierte Altstadtentwicklung“. Diese Publikation sensibilisiert für die zunehmende weltweite Verstädterung und die damit einhergehenden Herausforderungen. Weiterhin zeigt sie anhand von beispielhaften Projekten das Leistungsspektrum der GTZ – mit Blick auf das Themenfeld Altstadtsanierung – auf. bgh. war für die inhaltliche Konzeption und redaktionellen Arbeit verantwortlich, sowie an der Layoutgestaltung beteiligt.

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH
Zeitraum: 2007-2008

Potentialstudie: Vermittlung integrierter Fachkräfte in kommunale Partnerschaften im Kontext von Flucht und Migration – Chancen und Ansätze

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit verfügt über ein Vorhaben, um die Zusammenarbeit von Kommunen in kommunalen Partnerschaften gezielt zu stärken: Mit dem Programm „Integrierte Fachkräfte für Kommunen weltweit (IFKW)“ vermittelt das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) in Kooperation mit der Servicestelle Kommunen in der einen Welt (SKEW) deutsche und europäische Fachkräfte in Partnerschaften mit Kommunen des Globalen Südens. Damit können Kommunen das Instrument der integrierten Fachkräfte für die Weiterentwicklung ihrer bereits bestehenden Partnerschaften nutzen.

Vor dem Hintergrund globaler Migration sowie Flüchtlingssituationen um Krisenherde im Nahen Osten und Afrika erstellte bgh. im Auftrag von IFKW eine Studie, die sich mit der zentralen Fragestellung beschäftigt:

Wie kann durch die Vermittlung von integrierten Fachkräften in kommunale Partnerschaften ein Beitrag geleistet werden, um von Flucht und Migration betroffene Kommunen in den Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit gezielt darin zu unterstützen, die Herausforderungen von Migration und Flucht besser zu bewältigen und Potentiale besser nutzen zu können?

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Zeitraum: 2016

Urban Energies – Südafrikanisch-Deutsches Städtenetz [Südafrika & Deutschland]

Das Südafrikanisch-Deutsche Städtenetz ist eine wichtige Maßnahme innerhalb des Projektes „Internationale Umsetzung des Memorandums Städtische Energien – Zukunftsaufgaben der Städte“ welches von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) umgesetzt wird.

Zentrale Akteure dieses Ländernetzwerks sind kommunale Vertreter aus dem Bereich Stadtentwicklung und -erneuerung der Städte Ekurhuleni, Msunduzi und Nelson Mandela Bay in Südafrika sowie Halle/Saale, Ludwigsburg und München in Deutschland. Weitere maßgebliche Akteure sind das BMUB und das Südafrikanische Ministerium mit Zuständigkeit für Kommunales, dem Department for Cooperative Governance (DCoG), der Deutsche Städtetag (DST) sowie die South African Local Government Association (SALGA), das South African Cities Network (SACN) und das im Schatzamt angesiedelte City Support Programme (CSP).

Die gegenseitige Beratung und der Austausch von praktischen Hinweisen spielen dabei eine ebenso wichtige Rolle wie der gezielte Austausch mit Experten. Gelernt wird in „living labs“ an je einem Projekt pro Stadt, wobei die Projekte über den gesamten Zeitraum durch das Lernnetzwerk begleitet werden. Es finden insgesamt drei bis vier mehrtägige Präsenzworkshops statt. Virtuelle Treffen und Webinars stellen sicher, dass auch zwischen den Workshops gemeinsam weiter gedacht wird. bgh. unterstützt seit 2016 bei folgenden Themen:

  • Fortlaufende Betreuung der deutschen Städte
  • Vorbereitung und Ko-Moderation der Workshopveranstaltungen in Südafrika und Deutschland sowie Vorbereitung und Begleitung beim 11. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik in Hamburg
  • Wissensmanagement und Wissensverbreitung
  • Übergeordnete strategische Beratung und Weiterentwicklung der Maßnahme

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Zeitraum: Fortlaufend seit 2016

Neben zahlreichen Projekten im nationalen Kontext, insbesondere in der Stadt Leipzig, ist bgh. auch im internationalen Kontext der Stadtentwicklung tätig. So ist das Team der Bürogemeinschaft in verschiedenen Ländern im Rahmen von Beratungsmissionen, Moderations- und Konzeptionstätigkeiten eingebunden.

Ergänzend zu eigenen Auslandseinsätzen übernimmt bgh. regelmäßig die inhaltliche Konzeption, Organisation und Begleitung von Fachinformationsreisen ausländischer Delegationen. Teilnehmer dieser Delegationen sind in der Rege Politiker, leitende Mitarbeiter nationaler Ministerien sowie regionaler und kommunaler Verwaltungen oder Non-Governmental Organizations (NGOs). Wichtige Themen sind integrierte Stadtentwicklung, Kommunales Finanzwesen, Regionalentwicklung sowie umwelt- und klimagerechte Stadtentwicklung.

Die Weltkarte gibt einen Überblick der Länder, in denen bgh. bisher beruflich tätig war.

 

Quelle Ursprungsdatei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:World,_administrative_divisions_-_de_-_colored_(all_countries).svg
Änderungen der Ursprungsdatei durch bgh. vorgenommen. Weitere Anmerkungen siehe Impressum.

Jochen Gauly

Dipl.-Ing., Stadtplaner (geb. 28.05.1967)

Seit 1998 Selbstständig tätig als Stadtplaner in Leipzig und verschiedenen ausländischen Städten 
 1997-1998 Projektassistenz im gtz Projekt „Gemeindeförderung und regionale Entwicklung Las Verapaces“, Guatemala
 1994-1996 Mitarbeiter im Büro für Umweltplanung und Stadtentwicklung (B.U.S.) in Oberursel
 1987-1994 Studium der Raum- und Umweltplanung an der Universität Kaiserslautern