Potentialstudie: Vermittlung integrierter Fachkräfte in kommunale Partnerschaften im Kontext von Flucht und Migration – Chancen und Ansätze

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit verfügt über ein Vorhaben, um die Zusammenarbeit von Kommunen in kommunalen Partnerschaften gezielt zu stärken: Mit dem Programm „Integrierte Fachkräfte für Kommunen weltweit (IFKW)“ vermittelt das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) in Kooperation mit der Servicestelle Kommunen in der einen Welt (SKEW) deutsche und europäische Fachkräfte in Partnerschaften mit Kommunen des Globalen Südens. Damit können Kommunen das Instrument der integrierten Fachkräfte für die Weiterentwicklung ihrer bereits bestehenden Partnerschaften nutzen.

Vor dem Hintergrund globaler Migration sowie Flüchtlingssituationen um Krisenherde im Nahen Osten und Afrika erstellte bgh. im Auftrag von IFKW eine Studie, die sich mit der zentralen Fragestellung beschäftigt:

Wie kann durch die Vermittlung von integrierten Fachkräften in kommunale Partnerschaften ein Beitrag geleistet werden, um von Flucht und Migration betroffene Kommunen in den Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit gezielt darin zu unterstützen, die Herausforderungen von Migration und Flucht besser zu bewältigen und Potentiale besser nutzen zu können?

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Zeitraum: 2016

Parkbogen Ost [Leipzig]

Der Parkbogen Ost ist eine visionäre Idee, hinter deren Namen sich ein ca. 5 km langes Band mit Fuß- und Radwegen sowie Aktivflächen verbirgt, das den Leipziger Osten bogenförmig  umschließt. Aufgrund des Neubaus des Leipziger City-Tunnels und der daraus resultierenden Streckennetzanpassung wurde ein Abschnitt des östlichen Bahnbogens von der Deutschen Bahn im Dezember 2012 stillgelegt. Dieser östliche Bahnbogen soll das Kernstück des grünen Bandes bilden. Durch die strukturgebende Wegeverbindung können nicht nur die heterogenen Quartiere im Leipziger Osten, sondern auch Arbeitsplatzstätten, Grünanlagen und besondere Baudenkmäler entlang der Strecke zueinander in Beziehung gesetzt werden.

Die Idee wurde von Leipziger Bürgern, die sich in der „Initiative Parkbogen Ost“ zusammenfanden, bekannt gemacht und erzeugte große positive Resonanz. Die Stadtverwaltung hat das Potential der Vision Parkbogen Ost frühzeitig erkannt und arbeitet an der schrittweisen Umsetzung des Vorhabens. bgh. unterstützte im Jahr 2013 das Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung bei dem Aufbau und der Koordination von Arbeitsstrukturen sowie bei der Planung der strategischen Vorgehensweise.

Im Jahr 2016 unterstützte bgh. das Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung abermals im Rahmen des Parkbogen Ost. Dabei war bgh. in enger Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber und den Büros UrbanPlan GmbH, epUrban und LESG GmbH in der Erarbeitung des Masterplans Parkbogen Ost und dessen Gestaltung tätig. Einen wichtigen Bestandteil bildeten die Bürgerwerkstätten, bei denen die Leipziger Bürger eingeladen wurden, sich in den Entstehungsprozess des Masterplans einzubringen.

Auftraggeber: Stadt Leipzig, Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)
Kooperationspartner: UrbanPlan GmbH, epUrban, LESG GmbH (in unterschiedlichen Konstellationen)
Zeitraum: 2013-2014 und 2016

Bilanz- und Strategiepapier Klimagerechte nachhaltige Stadtentwicklung Leipzig

Die Stadt Leipzig setzte sich im Jahr 2011 das Ziel, ein Bilanz- und Strategiepapier für das Themenfeld Klimagerechte nachhaltige Stadtentwicklung für Leipzig zu erarbeiten. bgh. unterstützte im Rahmen dieses Erarbeitungsprozesses den ämterübergreifenden Kommunikationsprozess, wobei beispielsweise die Vorbereitung und Moderation von Fachworkshops  ein wichtiges Tätigkeitsfeld war. In Zusammenarbeit mit den beteiligten Akteuren und dem Kooperationspartner, der Agentur Miriquidi Media, wurde das Ideenkonzept erstellt und redaktionell aufbereitet. 

Das Bilanz- und Strategiepapier bildete die Grundlage für die 2012 im Rahmen des Pilotprojektes der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) „koopstadt – Stadtentwicklung in Bremen, Leipzig und Nürnberg“ veröffentlichte Publikation „Stadtentwicklung koopstadt. Klimagerechte und nachhaltige Stadtentwicklung Leipzig“.

Inhaltlich setzt sich das Bilanz- und Strategiepapier mit folgenden Hauptthemen auseinander:

  • Klimaschutz
  • Nutzungsgemischte Stadt der kurzen Wege
  • Leipzig Charta als Handlungsgrundlage
  • Meilensteine für die Klimapolitik in Leipzig
  • Bisherige Handlungsschwerpunkte: Siedlungsentwicklung, Mobilität, Freiraumentwicklung, Kommunale Infrastruktur, Kommunikation und Beratung, Erfahrungen der koop-Partnerstädte Bremen und Nürnberg

Auftraggeber: Stadt Leipzig, Stadtplanungsamt
Kooperationspartner: Agentur Miriquidi Media
Zeitraum: 2011-2012

SWOT-Analyse für die Halle 14 in der Baumwollspinnerei [Leipzig]

Im Rahmen des EU-Programms „SECOND CHANCE. From industrial Use to creative Impulse“ ist der Halle 14 e.V. mit 8 weiteren Akteuren aus 5 europäischen Städten als Partner vertreten. Thematischer Schwerpunkt des Projektes ist die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Revitalisierung ehemaliger Industriegebäude bzw. -gelände mittels Kunst und Kultur. Zur nachhaltigen und langfristigen Umnutzung wird für jeden Standort eine SWOT-Analyse durchgeführt.

Für die Halle 14 in der Leipziger Baumwollspinnerei wurden umfangreiche Datenrecherchen und 8 semistrukturierte und leitfadengestützte Interviews mit ausgewählten Experten der Bereiche öffentlicher Kultursektor, intermediärer Sektor und Netzwerke durchgeführt. Inhaltliche Schwerpunkte waren:

  • Überprüfung des Profils des Kunstraumes und die derzeitige Nutzungskonzeption
  • Einordnung in den gesamtstädtischen Kontext mit Fokus auf Kultur- und Kreativwirtschaft
  • Gegenüberstellung der Stärken und Schwächen des Standortes und seines derzeitigen Nutzungskonzeptes
  • Erarbeitung von Chancen und Risiken der weiteren Entwicklung der Halle 14 innerhalb der städtischen Kulturlandschaft sowie der Kultur- und Kreativwirtschaft

Auftraggeber: Halle 14 e.V.
Kooperationspartner: urban management systems (u.m.s.) GmbH
Zeitraum: 2010

Studie zum Stand der kommunalen Landnutzungsplanung [Serbien]

Im Rahmen des GIZ-Vorhabens „Stärkung des kommunalen Landmanagements in Serbien“ wurde eine Vor-Ort-Mission zur Untersuchung des Standes der kommunalen Landnutzungsplanung im August 2010 durchgeführt, wobei bgh. federführend tätig war. Das GIZ-Vorhaben zielte insgesamt ab, die Kompetenzen der serbischen Kommunen für eine ökologisch nachhaltige, sozial ausgleichende und effiziente Steuerung der Landnutzung zu stärken. Die Erkenntnisse der Vor-Ort-Mission sollen einen Beitrag zur Erreichung des Gesamtziels leisten.

Anhand der drei serbischen Projektstädte Kragujevac, Smederevo und Novi Sad wurde der Stand der der kommunalen Landnutzungsplanung analysiert. So wurde in der Studie das aktuelle Bau- und Planungsrechts in Serbien analysiert, der Vollzug des serbischen Bau- und Planungsrechts in 3 Projektstädten beschrieben und Empfehlungen zur Weiterentwicklung der kommunalen Landnutzungsplanung gegeben.

Auftraggeber: Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Kooperationspartner: Department for Strategic Planning and Development, Urban Planning Institute of Belgrade, Serbische Fachexperten
Zeitraum: 2010

Länderstudien zur nachhaltigen Reaktivierung von Industrie- und Gewerbebrachen [Aserbaidschan & Rumänien]

Beauftragt durch die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (gtz) GmbH führte bgh. in Kooperation mit dem Büro sc urbacon srl zwei Länderstudien durch. So galt es, für die Länder Aserbaidschan und Rumänien jeweils eine „Studie zur nachhaltigen Reaktivierung von Industrie- und Gewerbebrachen“ anzufertigen. Ziel war die Einschätzung der Potentiale zur Entwicklung und Umsetzung von Vorhaben zur Reaktivierung von ehemaligen Industriegebieten in beiden Ländern.

Thematische Schwerpunkte:

  • Analyse der spezifischen Situation der Konversion
  • Demonstration möglicher Maßnahmen zur nachhaltigen Reaktivierung von Industrie- und Gewerbebrachen mit hoher Altlastkonzentration

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (gtz) GmbH
Kooperationspartner: sc urbacon srl
Zeitraum: 2010

Machbarkeitsstudie zur Übertragbarkeit des Leipziger Selbstnutzermodells auf andere Kommunen

bgh., in persona Astrid Heck, erarbeitete in Arbeitsgemeinschaft mit dem Selbstnutzer Kompetenzzentrum für Wohneigentum GmbH eine Machbarkeitsstudie zur Übertragbarkeit des Leipziger Selbstnutzermodells auf andere Kommunen, d.h. die Stärkung der Eigentumsbildung in denkmalgeschützten Altbauten und Stadthäusern in der inneren Stadt.

Eine intensive Beratung und Moderation der Gruppen, die sich aufgrund ähnlicher Interessen für ein bestimmtes Objekt entscheiden, ohne sich vorher zu kennen, ist notwendig. Um die Übertragbarkeit des Modells auf andere Kommunen besser einschätzen zu können, erfolgten im Rahmen des Programms „Nationale Stadtentwicklungspolitik“ weitergehende Untersuchungen.

In einer bundesweiten Studie wurde anhand einer schriftlichen und vertiefenden telefonischen Befragung von 570 Kommunen untersucht, unter welchen Bedingungen sich das Leipziger Selbstnutzermodell übertragen ließe, welcher Bedarf in den jeweiligen Kommunen an Eigentumsbildung besteht und welche finanzielle Unterstützung benötigt würde. Abschließend fand ein zweitägiger Workshop statt, an dem etwa 60 Vertreter von Kommunen teilnahmen. Sie waren an einer Übernahme des Leipziger Selbstnutzermodells interessiert bzw. wirkten an der Formulierung von Handlungsempfehlungen gegenüber dem Bund zur verstärkten Förderung der Eigentumsbildung mit.

Auftraggeber: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung / Selbstnutzer Kompetenzzentrum für Wohneigentum GmbH 
Zeitraum: 2008-2009

Konzeptstudie „koopstadt“ [Leipzig]

Das Projekt „koopstadt – Stadtentwicklung Bremen, Leipzig, Nürnberg“ basiert auf einer Kooperation der drei Städte Leipzig, Bremen und Nürnberg. Sie haben sich zusammengeschlossen, um zwischen 2008 und 2015 gemeinsam zukunftsweisende und neuartige Lösungsansätze für die relevanten Themen der Stadtentwicklung hervorzubringen und konkrete Projekte umzusetzen. Dabei spielen die Themenfelder „Ökonomische Innovation und kreative Milieus“, „urbane Lebensqualität“ sowie „regionale Kooperation und lokale Verantwortungsgemeinschaften“ eine wichtige Rolle.

Das Projekt wurde durch das Programm der „Nationalen Stadtentwicklungspolitik“ vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) gefördert. Bis Ende 2008 wurde eine Konzeptstudie mit Schlüsselprojekten erarbeitet, die insbesondere die Einwerbung zusätzlicher Finanzmittel unterstützen sollte. bgh. arbeitete mit den beiden Kooperationspartnern zusammen, um das stadtspezifische Leistungspaket zu realisieren. Thematische Schwerpunkte:

  • Vertiefung bzw. Konkretisierung der Schlüsselprojekte
  • Mitwirkung an städteübergreifenden Leistungen
  • Entwicklung einer Organisationsstruktur
  • Dokumentation und Präsentation

Auftraggeber: Stadt Leipzig, Stadtplanungsamt
Kooperationspartner: urban management systems (u.m.s.) GmbH und UrbanPlan GmbH
Zeitraum: 2008

HausHalten e.V. [Leipzig]

Hauptziel des im Jahr 2004 gegründeten Vereins HausHalten e.V. ist es, gefährdete Altbauten an städtebaulich bedeutsamen Lagen durch die Akquisition neuer Nutzer auf nicht kommerzieller Basis zu sichern und ihren Wert zu erhalten. Astrid Heck (†2009) war Mitinitiatorin und langjähriges Vorstandsmitglied des Vereins.

Ziel von HausHalten e.V. ist es, die beiden Herausforderungen zu Beginn der 2000er Jahre – Leerstand in unattraktiven Lagen und kreative Raumsuchende – als Chance zu betrachten und Eigentümer mit potentiellen Nutzern zusammenzuführen.

Bis September 2009 erhielt HausHalten e.V. eine Förderung im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Wichtigste Ziele:

  • Aufbau eines Bildungs- und Kompetenzzentrums „HausHalten“ in der Lützner Straße 39
  • Weiterentwicklung des Wächterhausmodells
  • Übertragbarkeit des Modells auf weitere Städte, die ebenfalls mit Leerstand zu kämpfen haben
  • Begleitende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Funktion: Mitinitiatorin und langjähriges Vorstandsmitglied des Vereins
Zeitraum: 2004-2009

Städtenetz Kaukasus [Kaukasus, Deutschland]

Das Städtenetz Kaukasus ist Teil der Kaukasus-Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Fachlich durch die GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH) unterstützt, wird das Städtenetz Kaukasus von folgenden Städte- und Projektpartnerschaften getragen:

  • Sumgayit (Aserbaidschan) – Ludwigshafen | Rhein
  • Telawi (Georgien) – Biberach | Riss
  • Tbilissi (Georgien) – Saarbrücken
  • Batumi (Georgien) – Rostock
  • Vanadzor (Armenien) – Landkreis Regen

Das Projekt basiert auf der Idee, deutsches kommunales Know-how und bestehende Partnerschaften mit entwicklungspolitischen Zielen zu verbinden. Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind Beratungsmaßnahmen in den Themenfeldern Verwaltungsreform, Jugend & Soziales, Umweltentwicklung und -erziehung, Abfallwirtschaft sowie Wasserver- und -entsorgung. bgh. unterstützt das Städtenetz Kaukasus seit 2003 bei den Themen:

  • Strategieentwicklung und Moderation der Veranstaltungen zur Projektplanung und –fortschreibung
  • Förderung der Netzwerkarbeit und Unterstützung beim Wissenstransfer im Bereich der Kommunalentwicklung
  • Beratung der beteiligten lokalen Verwaltungen bei der Konzeption und Umsetzung von gemeinsam erfassten Projekten und Kleinmaßnahmen
  • Koordination und Layout eines Newsletters zur Information über die Projektaktivitäten

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Zeitraum: Fortlaufend seit 2003