Zwei Fachinformationsreisen „Integrierte Stadtentwicklungsstrategien und -förderprogramme“ [ukrainische Delegationen]

Im Kontext der Stärkung ukrainisch-deutscher Zusammenarbeit, in den auch die Ukrainisch-deutsche Stadtentwicklungskonferenz und der städtebauliche Wettbewerb „Leipzig-Preis“ einzubetten sind, führte bgh. gemeinsam mit Iris Gleichmann und Mariana Kuchlevska zwei Fachinformationsreisen zum Thema „Integrierte Stadtentwicklungsstrategien und Stadtentwicklungsförderprogramme am Beispiel Deutschland“ durch. Das Team konzipierte, organisierte und begleitete die beiden einwöchigen Studienreisen für zwei hochrangige ukrainische Delegationen. Die erste Fachinformationsreise (September 2016) wurde für Vertreter der Regional- und Bundesebene und die zweite Studienreise (März 2017) für Vertreter der kommunalen Ebene durchgeführt.

Ziele der Reisen:

  • Fachlicher Austausch zwischen deutschen und ukrainischen Fachkollegen
  • Vorstellung und Diskussion ausgewählter Ansätze, Verfahren und Erfahrungen im Bereich integrierter Stadtentwicklung
  • Erfahrungsaustausch mit Fachämtern und Institutionen in Berlin, Leipzig, Halle (Saale) und München

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Kooperationspartner: Iris Gleichmann und Mariana Kuchlevska
Zeitraum: 2016 und 2017

1. Ukrainisch-Deutsche Stadtentwicklungskonferenz [Kiew]

Im Dezember 2016 wurde die erste ukrainisch-deutsche Stadtentwicklungskonferenz vom ukrainischen Ministerium für Regionalentwicklung, Bau, Wohnen und Kommunale Dienstleistungen (MinReg) und dem deutschen Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) veranstaltet. bgh. war in der Organisation und Umsetzung der Konferenz mit dem Thema „Möglichkeiten der integrierten Stadtentwicklung für eine nachhaltige Entwicklung in der Ukraine“ beteiligt. Die Konferenz setzte sich aus mehreren Bausteinen zusammen:

  • Moderierte Paneldiskussion zur Erläuterung der Ziele der Leipzig Charta, geeigneten Planungsinstrumenten und Fördermöglichkeiten sowie der Spiegelung mit den aktuellen Reformbedarfen und -prozessen der Ukraine
  • Einteilung in verschiedene Arbeitsgruppen zur Vorstellung von Praxisbeispielen und Möglichkeiten der Vernetzung
  • Vertiefung und Diskussion mit dem Plenum

Ziele der Konferenz:

  • Wissensvermittlung und Erfahrungsaustausch zwischen Experten der relevanten Verwaltungsebenen
  • Bildung und Stärkung von Netzwerken der direkten Kooperation
  • Motivation der Städte über die Preisvergabe für besonders gute Ansätze in der Stadtentwicklung

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Kooperationspartner: Iris Gleichmann und Mariana Kuchlevska
Zeitraum: 2016

Städtebaulicher Wettbewerb „Leipzig-Preis“ [Ukraine]

Vor dem Hintergrund einer intensiven Zusammenarbeit in der Stadtentwicklung zwischen dem ukrainischen Ministerium für Regionalentwicklung, Bau, Wohnen und Kommunale Dienstleistungen (MinReg) und dem deutschen Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), haben beide Ministerien den städtebaulichen Wettbewerb „Leipzig-Preis für Integrierte Stadtentwicklung in der Ukraine 2016“ ausgelobt. Prämiert werden innovative Projekte und Verfahren im Sinne der „Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt“, die in Kooperation mit der Zivilgesellschaft erarbeitet und in den letzen vier Jahren erfolgreich realisiert wurden. bgh. war in der Vorbereitung, Koordination und Begleitung des Wettbewerbs tätig.

Ziele:

  • Förderung der nachhaltigen Entwicklung von Städten, Stadtteilen oder Stadträumen in der Ukraine
  • Verbesserung der Kooperation zwischen Stadtverwaltung, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft
  • Bekanntmachung von guten Lösungen zur integrierten Stadtentwicklung
  • Förderung von Maßnahmen und Initiativen ukrainischer Städte oder Akteure der Zivilgesellschaft, die innovative Beiträge zur integrierten Stadtentwicklung leisten

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Kooperationspartner: Iris Gleichmann und Mariana Kuchlevska
Zeitraum: 2016

Peer-Learning-Reise „Strategien und Fördermechanismen einer sozial nachhaltigen Stadtentwicklung“ [internationale Delegation]

Aufbauend auf den bisherigen Kooperationen und Austauschen, hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) hochrangige Vertreter der nationalen und kommunalen Ebene einiger seiner zentralen internationalen Partner zum 9. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik „Städtische Energien – Integration leben“ vom 16.-18. 09.2015 in Leipzig sowie zur Teilnahme an einer sich daran anschließenden Peer-Learning-Reise (18.-21.09.2015) eingeladen. Partner u.a. aus Südafrika, den USA, Indien und der Ukraine nahmen an der Fachinformationsreise teil. Die Peer-Learning-Reise wurde von der Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Rahmen des oben genannten Projektes durchgeführt.

Ziel der Reise war es, die internationale Zusammenarbeit zu fördern, Raum für Dialoge und einen Austausch unter Peers zu aktuellen Stadtentwicklungsthemen von gemeinsamer, internationaler Relevanz zu ermöglichen und damit Stadtentwicklung entlang der Prinzipien und Ziele der Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt und des Memorandums Städtische Energien zu fördern.

Zentrales Thema der Peer-Learning-Reise waren Strategien und Förderinstrumente für eine sozial nachhaltige Stadtentwicklung. Anhand konkreter Beispiele in den Städten Leipzig, Nürnberg und München wurde ein Austausch über Strategien, Mechanismen und integrierte Konzepte für eine sozial inklusive Stadtentwicklung im Hinblick auf den gesamtstädtischen Kontext sowie städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter Stadt- und Ortsteile gefunden. Ein besonderer Fokus lag dabei auf Beispielen des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt“. Neben der regierungsebenenübergreifenden Partnerschaft – der Städtebauförderung – sollte die Gestaltung von Partnerschaften zwischen Stadtverwaltung, Privatsektor und Zivilgesellschaft auf städtischer Ebene als mögliche Erfolgsfaktoren beleuchtet und im internationalen Kontext reflektiert werden.

bgh. unterstützte die GIZ bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Peer-Learning-Reise.

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Zeitraum: 2015

Moderation der Auftaktveranstaltung von „Connective Cities“ [Leipzig]

Das internationale Städtenetz „Connective Cities“ stellt eine Kooperation zwischen der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Engagement Global gGmbH / Servicestelle Kommunen in der Einen Welt sowie dem Deutschen Städtetag dar.

Vor dem Hintergrund weltweit anhaltender Urbanisierungsprozesse gewinnen das Management von Städten und der interkommunale Austausch zunehmend an Bedeutung. Neue und veränderte Herausforderungen, wie etwa rasant steigende Einwohnerzahlen, soziale Segregation oder Verkehrs- und Umweltprobleme gilt es rechtzeitig zu erkennen und zu bewältigen. Viele Städte haben bereits eigene Lösungsansätze gefunden und Erfahrungen gemacht, die auch für andere Städte hilfreich sein können. Daher zielt das seit 2014 bestehende internationale Städtenetzwerk auf einen globalen Fachaustausch auf kommunaler Ebene ab und fördert somit eine nachhaltige Stadtentwicklung.

Im Juni 2014 fand die Auftaktveranstaltung von „Connective Cities“ im Alten Stadtbad in Leipzig statt. bgh. übernahm die Moderation der Auftaktveranstaltung mit dem Thema „Nachhaltige Stadtentwicklung zwischen Ressourceneffizienz und Suffizienz“, an der über 100 Experten aus Asien, Afrika, Lateinamerika und Europa teilnahmen.

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Zeitraum: 2014

Mehrere Fachinformationsreisen zum Thema „Kommunale Selbstverwaltung“

Einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt, der in den letzten Jahren durchgeführten Fachinformationsreisen, stellt das Thema Kommunale Selbstverwaltung und Kommunalentwicklung dar. In unterschiedlichen Gewichtungen wirkte bgh. zwischen 2010 und 2014 an der Konzeption, Organisation, Koordination, Moderation und Begleitung von ca. drei Fachinformationsreisen in diesem Themenfeld mit. Dabei tauschten sich hochrangige georgische und aserbaidschanische Fachexperten mit deutschen Kollegen u.a. in den Städten Berlin, Cottbus, Darmstadt, Frankfurt, Heidelberg, Leipzig, Ludwigshafen, Potsdam, Speyer, Stuttgart und Wiesbaden aus.

Ziele der Fachinformationsreisen:

  • Vermittlung von Kenntnissen zu rechtlichen Rahmenbedingungen zur Ausübung der Kommunalen und Regionale Selbstverwaltung in Deutschland
  • Kommunalentwicklung am Beispiel deutscher Kommunen
  • Darstellung praktischer Erfahrungen deutscher Verwaltungen im Sachbereich der innerstaatlichen Finanzbeziehungen, der öffentlichen Dienstleistungserbringung und dem Umgang mit natürlichen Ressourcen
  • Fachlicher Austausch zwischen den deutschen und georgischen Fachkollegen

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Kommunale Selbstverwaltung Georgien
Kooperationspartner (in unterschiedlichen Konstellationen): StadtLabor, Tröger + Mothes GbR
Zeitraum: 2010-2014

Moderation der lokalen Arbeitsgruppe Leipzig im EU-Projekt „LC-Facil“

Im Zeitraum von 2008 bis 2010 beteiligten sich sieben europäische Städte – so auch in Leipzig – an dem EU-Projekt „LC-Facil“. Dieses Projekt beschäftigt sich mit den aktuellen Erfahrungen, Methoden, Instrumenten, Erfolgen und Herausforderungen integrierter und nachhaltiger Stadtentwicklung im Sinne der Ziele der „Leipzig Charta – zur nachhaltigen europäischen Stadt“. Getragen wurde „LC-Facil“ durch das EU-Programm URBACT, das ausaus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) finanziert wurde.

Die Stadt Leipzig übernahm in diesem Projekt die Schirmherrschaft. Neben den eigenen Erfahrungen in diesem thematischen Handlungsfeld brachte Leipzig auch die Verbundenheit zur „Leipzig Charta“ ein, die 2007 in Leipzig auf einem Treffen der europäischen Minister für Stadtentwicklung in Leipzig beschlossen wurde. Im Rahmen dieses Projektes wurde in Leipzig eine Lokale Arbeitsgruppe etabliert, die von bgh. moderiert wurde. Aufgaben der Arbeitsgruppe waren die kritische Überprüfung bisheriger Lösungsansätze der integrierten Stadtentwicklung und das Ableiten von Handlungsempfehlungen für die zukünftige strategische Orientierung der Stadt Leipzig.

Auftraggeber: Stadt Leipzig, Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)
Zeitraum: 2010-2011

Mehrere Fachinformationsreisen zum Thema „Integrierte Stadtentwicklung“

Neben den separat  dargestellten, jüngsten Fachinformationsreisen führte bgh. in den letzten Jahren ca. sieben weitere Fachinformationsreisen zum Thema nachhaltige bzw. integrierte Stadtentwicklung durch. Dabei war bgh. in unterschiedlichen Schwerpunkten, wie etwa der Organisation, Begleitung, Moderation und fachlichen Ausgestaltung der Studienreisen für unterschiedliche Delegationen aus China, England, Südafrika, der Ukraine und den USA tätig. Die teilweise sehr hochrangigen Delegationen setzten sich beispielsweise aus Vize-Ministern, Bürgermeister, Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Vertretern lokaler Initiativen zusammen.

Die Reisen waren in unterschiedliche GIZ-Programms eingebettet, wie etwa „Stärkung lokaler Regierungsführung“ in Südafrika, „Kommunalentwicklung und Altstadtsanierung in Lviv“ (Ukraine)

Ziel der Fachinformationsreisen:

  • Motivation, Unterstützung und Wissensvermittlung zur integrierten und nachhaltigen Stadtentwicklung im eigenen Land
  • Vorstellung und Diskussion ausgewählter Ansätze, Verfahren und Erfahrungen im Bereich integrierter Stadtentwicklung
  • Erfahrungsaustausch mit Fachämtern und Institutionen in Deutschland (z.B. Berlin, Dresden, Leipzig, Halle an der Saale)

Themenschwerpunkte:

  • Integrierte Stadtentwicklungskonzepte als geeignete Instrumente einer nachhaltigen Entwicklung von Städten
  • Vorstellung praktischer Erfahrungen und Modelle zur Verwaltungsebenen übergreifenden Steuerung und zur Kommunikation einer integrierten Stadtentwicklung
  • Aufbau von Strukturen in der Stadtverwaltung
  • Quartiersmanagement
  • Bauliche Themen: Stadtgestaltung, Stadtbeleuchtung, unterirdische Stadt, Revitalisierung von brachliegenden Industrieflächen

Auftraggeber: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Kommunalentwicklung und Altstadtsanierung Lvi (Ukraine), Stadtinstitut der Stadt Lviv (Ukraine)
Kooperationspartner (in unterschiedlichen Konstellationen): Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), Dipl.-Ing. Jens Gerhardt
Zeitraum: 2009-2015

Mehrere Fachinformationsreisen zum Thema „Regionalentwicklung und Territoriale Reform“

Einen zusätzlichen inhaltlichen Schwerpunkt der fachlichen Studienreisen bildet der Themenkomplex Regionalentwicklung und territoriale Reform. Insgesamt war bgh. in der Konzeption und Organisation sowie in der Durchführung, Begleitung, Koordination und Moderation von etwa sechs Fachinformationsreisen in diesem thematischen Feld tätig. Die Delegationen setzten sich u.a. aus Fachexperten und hochrangigen Entscheidungsträgern, wie etwa Verantwortlichen aus staatlichen Behörden, Dienstleistungsunternehmen sowie wissenschaftlichen Einrichtungen in Georgien, Armenien, Myanmar und Südafrika zusammen.

In einigen der Delegationsreisen erfolgte der fachliche Austausch mit Blick auf politische Veränderungsprozesse, wie etwa die im Jahr 2012 durchgeführten Parlamentswahlen zum ersten demokratischen Regierungswechsel in Georgien. Zu diesem Zeitpunkte plante die neue Regierung in Georgien unter Federführung des Ministeriums für Regionalentwicklung und Infrastruktur eine umfassende Territorialreform mit Auswirkungen auf Verwaltungsstruktur, öffentliche Dienstleistungen, Finanzierungsmodelle etc. Der fachliche Austausch im Rahmen der Delegationsreise generierte wichtige Inputs für diesen Transformationsprozess.

Andere Reisen waren in das GIZ-Programm „Förderung der Kommunalentwicklung Südkaukasus“ eingebettet, das auf eine bessere Abstimmung zwischen den Kommunen, der regionalen sowie der nationalen Verwaltungsebene abzielt, um demokratische Entscheidungsprozesse in Armenien zu stärken. Der Austausch erfolgte zwischen Vertretern der Kommunal-, Landes- und Bundesebene.

Ein Training und Coaching  von myanmarischen Experten, mit dem Ziel der Verstärkung von Beteiligungsprozessen in der Regionalplanung fand vor Ort in Myanmar statt und war Schwerpunkt einer weiteren Reise.

Themenschwerpunkte:

  • Regionalplanung und Regionalmanagement in Deutschland
  • Umsetzung von Territorial-, Gemeindegebiets-und Verwaltungsreformen
  • Rechtliche Rahmensetzungen sowie Bürgerbeteiligungs- bzw. Bürgerkommunikationsprozesse im Rahmen von Verwaltungsreformen
  • Demokratisierungsprozesse
  • Lokale und regionale Planung zur wirtschaftlichen Entwicklung
  • Formen und Mechanismen der interkommunalen Zusammenarbeit
  • Rechtlich-regulative und organisatorische Rahmensetzungen, Finanzierungsmodelle und interkommunale Zusammenarbeit in der Praxis

Auftraggeber (in unterschiedlichen Konstellationen): Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Förderung Kommunalentwicklung Südkaukasus, Kommunale Selbstverwaltung Georgien, Stärkung lokaler Regierungsführung Südafrika
Kooperationspartner (bei einer Fachinformationsreise): Dipl.-Ing. Jens Gerhardt
Zeitraum: 2009-2014

Mehrere Fachinformationsreisen zum Thema „Kommunale Finanzen“

Einer der Schwerpunkte der Fachinformationsreisen, die in den letzten Jahren von bgh. begleitet wurden, bildet das Thema Kommunale Finanzen. So war bgh. im Zeitraum von 2008 bis 2014 in der Konzeption, Organisation, Koordination und Moderation von etwa vier Fachinformationsreisen für georgische und armenische Experten zu diesen Thema involviert. Der Erfahrungsaustausch mit den hochrangingen georgischen und armenischen Fachexperten erfolgte u.a. in den Städten Berlin, Borna, Dresden, Glashütte, Leipzig, Meißen, Pirna, Potsdam und Wilsdorff.

Themenschwerpunkte:

  • Kommunales Finanzmanagement in Deutschland
  • Kommunales Rechnungswesen
  • Kommunalaufsicht in Deutschland
  • Produkthaushalte und Kosten-Leistungs-Rechnung

Ziele der Fachinformationsreisen:

  • Vermittlung von Erfahrungen bei Verfahren ergebnisorientierter Haushaltführung im Zusammenhang mit der Umstellung des Finanzsystems innerhalb der Umsetzung einer Gemeindegebiets- und Verwaltungsreform in Armenien
  • Vertiefung von Kenntnissen über dazugehörige Prozessabläufe in Kommunen am Beispiel Deutschland. Beispielhafte Darstellung und Übermittlung spezifischer praktischer Erfahrungen

Auftraggeber: Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Förderung der Kommunalentwicklung im Südkaukasus, Kommunale Selbstverwaltung in Georgien
Zeitraum: 2008-2014

Mehrere Fachinformationsreisen zum Thema „Klima und Umwelt“

Neben den bereits aufgeführten Inhalten von Fachinformationsreisen ist bgh. in der Konzeption, Organisation, Durchführung und Begleitung von Fachinformationsreisen im Themenfeld „Klima und Umwelt“ tätig. Seit 2005 wurden etwa vier Studienreisen für hochrangige Delegationen aus der Ukraine, Chile, Indien, Südafrika und Vietnam in diesem Themenkomplex durchgeführt. Die Teilnehmer waren in unterschiedlichen fachlichen Bereichen und Institutionen beheimatet, wie etwa kommunalen und regionalen Behörden oder Energiemanagement.

Dabei waren die inhaltlichen Schwerpunkte der Delegationsreisen waren unterschiedlich und auf verschiedenen Ebenen und Detailierungsgraden angesiedelt. Sie alle zielten auf Wissenstransfer und Bewusstseinsbildung für klimagerechte und nachhaltige Stadtentwicklung ab.

So diente die Informationsreise der ukrainischen Delegation dem Austausch an praktischen Erfahrungen und folglich als Grundlage für die Verbesserung bestehender nationaler Gesetzesvorlagen.

Die vietnamesische Studienreise zielte darauf ab, die Stadt Da Nang innerhalb weniger Jahre zur Vorzeigestadt für umweltgerechte Stadtentwicklung in Vietnam herauszubilden.

Das jüngste Ereignis in diesem Themenfeld war eine Fachinformationsreise im September 2016, die in das Globalvorhaben “Cities Fit for Climate Change“ (CFCC) eingebettet war. In diesem Projekt arbeitet die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) neben den deutschen Städten mit ihren Partnern in den Ländern Chile, Südafrika und Indien zusammen. CFCC strebt die Erarbeitung integrierter klimagerechter Stadtentwicklungsinstrumente an, um damit neue Lösungsansätze zu erproben.

Die Fachinformationsreise bot den Partner aus In- und Ausland ein Rahmenprogramm zum 10. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik in Hannover (14.-16.09.2016).  Die Teilnehmer besuchten Einrichtungen, Akteure und Stadtverwaltungen in den Städten Bonn, Leipzig, Halle und Hannover, sowie best practice Projekte der klimagerechten Stadtentwicklung.

Schwerpunktthemen:

  • Kommunales Energiemanagement
  • Energieeffizienz in Gebäuden
  • Umwelterziehung und Umweltbildung
  • Umweltgerechte Stadtentwicklung
  • Vorstellung europäischer Ansätze, Verfahren und Erfahrungen im Bereich klimagerechter und integrierter Stadtentwicklung

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Kooperationspartner (bei einer Fachinformationsreise): urban management systems (u.m.s) GmbH
Zeitraum: 2005-2016

Nachhaltige Entwicklung Zschochersche Straße [Leipzig]

In den Jahren 2002 bis 2006 war bgh. mit der Erarbeitung eines integrierten Handlungskonzeptes zur nachhaltigen Entwicklung der Geschäftsstraße Zschochersche Straße im Leipziger Westen betraut.

Themenschwerpunkte:

  • Steuerung der baulichen Umsetzung
  • Steuerung des Standortmarketings
  • Beratung von Gewerbetreibenden, Hauseigentümern und weiteren lokalen Akteuren

Diese Beauftragung erfolgte im Rahmen der europäischen Gemeinschaftsinitiative URBAN II.

Auftraggeber: Stadt Leipzig, Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)
Zeitraum: 2002-2006

Europäische Gemeinschaftsinitiative URBAN II – Koordination des Handlungsschwerpunktes „Stadträumliche Qualitäten“ [Leipzig]

Bei URBAN II handelt es sich um ein EU-Förderprogramm der Gemeinschaftsinitiative, das in der Förderperiode 2000-2006 auf die erste Förderperiode (URBAN I) aus den Jahren 1994-1999 aufbaut. Durch die Finanzierung nichtinvestiver Maßnahmen sollte die urbane Situation von Städten mit mehr als 20.000 Einwohnern verbessert werden. Mit Hilfe eins finanziellen Gesamtbudgets von 730 Mio. Euro, die für URBAN II aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) bereitgestellt wurden, widmet sich das Programm Themen wie Kriminalität, Arbeitslosigkeit und Umweltverschmutzung.

bgh. war im Auftrag der Stadt Leipzig im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative URBAN II “Leipziger Westen“ tätig, wobei Astrid Heck als Koordinatorin des Handlungsschwerpunktes „stadträumliche Qualitäten“ (ca.7.5 Mio. EUR) fungierte.  

Arbeitsschwerpunkte:

  • Konzepterarbeitung
  • Identifikation, Bewertung, Vorbereitung  und Umsetzung von Projekten
  • Moderation des Ämterarbeitskreises „stadträumliche Qualitäten“
  • Bürgerbeteiligung in Rahmen der Themengruppe stadträumliche Qualitäten
  • Mitwirkung an der Öffentlichkeitsarbeit
  • Berichterstattung gegenüber Bewilligungsbehörden und Fachöffentlichkeit

Auftraggeber: Stadt Leipzig, Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)
Zeitraum: 2001-2006

Beteiligung und Mobile Beratung im Leipziger Westen [Leipzig]

Im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative URBAN II „Leipziger Westen“ war bgh. neben der Koordination des Handlungsschwerpunktes „Stadträumliche Qualitäten“ in weiteren Themenfelder tätig:

  • Etablierung, Koordinierung und Monitoring des kostenlosen Beratungssystems “Mobile Beratung“ als Sanierungs-, Wohnumfeld-Eigentums- und Handwerksberatung für Leipziger Altbaueigentümer
  • Steuerung der nachhaltigen Entwicklung der Geschäftsstraße „Zschochersche Straße“ und Nachnutzung stadtbildprägender Brachen
  • Mitwirkung bei der Erstellung von maßnahmebezogenen Stadtentwicklungsplänen, insbesondere dem Konzeptionellen Stadtteilplan für den Leipziger Westen (KSP West)
  • Moderation von Bürgerveranstaltungen zu Projekten der nachhaltigen Stadtentwicklung

Auftraggeber: Stadt Leipzig, Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)
Zeitraum: 2001-2006