Magistralenmanagement Georg-Schumann-Straße [Leipzig]

Nach ersten erkennbaren Erfolgen der Magistralenentwicklung in der Georg-Schumann-Straße, bedurfte es einer weiterführenden Begleitung. Neben dem Fortführen erfolgreicher Ansätze sollte eine aktivere Unterstützung besonderer Schwerpunkte der Magistralenentwicklung erfolgen – wie eine stärkere Vernetzung lokaler Akteure, die Schaffung selbsttragender und nachhaltiger Strukturen sowie die gezielte Entwicklung und Begleitung von Projekten mit Ausrichtung auf Standortmarketing, wirtschaftliche Stärkung und Leerstandsbeseitigung.

Themenschwerpunkte:

  • Weiterentwicklung sowie Umsetzung der Handlungsstrategien und Schwerpunktsetzungen
  • Begleitung und Unterstützung der ansässigen Akteure und der Verwaltung bei der Umsetzung von Maßnahmen und Projekten in den Bereichen Wirtschaft, Stadtraum und Verkehr sowie Kultur und Soziales
  • Moderation, Vermittlung zwischen den verschiedenen Akteurs- und Interessengruppen
  • Unterstützung der Stadt Leipzig bei der Identifizierung und Einbindung komplementärer Beratungsangebote und Förderprogramme
  • Betreibung des Infozentrums Georg-Schumann-Straße

Auftraggeber: Stadt Leipzig, Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)
Kooperationspartner: Freie Wirtschaftsförderung Frank Basten
Zeitraum: April 2013 – Mai 2017 

Beratungsmissionen zum Thema „Integrierte Stadtentwicklung“ [Indien]

Im Rahmen der indisch-deutschen Zusammenarbeit kooperieren das indische Ministry of Housing and Urban Poverty Alleviation (MoHUPA) und die GIZ in dem Projekt „Inclusive Cities Partnership Programme“ (ICCP).

Ziel der Kooperation ist die Förderung einer nachhaltigen und inklusiven Entwicklung. Auf Bundes-, Regions- und Stadtebene sollen Denk- und Handlungsansätze sowie konkrete Maßnahmen katalysiert werden, die zu einer inklusiven und umweltfreundlichen Verbesserung der Wohnraumsituation, mit Fokus auf finanziell schlechter gestellte Bevölkerungsgruppen, beitragen. In diesem Kontext fanden im Februar 2016 und Mai 2017 Beratungsmissionen in den indischen Städten Puri und Berhampur statt, die von bgh. vorbereitet und durchgeführt wurden. Folgende thematische Schwerpunkte und Aufgaben waren dabei relevant:

  • Aufzeigen von integrierten Entwicklungsstrategien in Deutschland
  • Analyse der Kapazitäten für die Umsetzung von gesamtstädtischen Planungsansätzen und konkreten Projekten in einzelnen Stadtquartieren
  • Beratung und strategische Empfehlungen für den weiteren Projektverlauf

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Zeitraum: 2016-2017

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für die Innenstadt von Chernivtsi [Ukraine]

In den Jahren 2014 und 2015 wurde in der ukrainischen Stadt Chernivtsi ein Integriertes Entwicklungskonzept für die Innenstadt erarbeitet, wobei die Stadtverwaltung von Chernivtsi dabei Unterstützung durch das Projekt „Kommunalentwicklung und Altstadtsanierung in Lviv” erhielt.

Grundstein der Zusammenarbeit ist das im Rahmen der „2. Akademie für Integrierte Stadtentwicklung“ unterzeichnete Memorandum, in dem sich die Stadt Chernivtsi und das Projekt „Kommunalentwicklung und Altstadtsanierung in Lviv” eine Kooperation zusichern.

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept bildet die nachhaltige Strategie für die Entwicklung der Innenstadt von Chernivtsi bis zum Jahr 2030. Es wurde in einem intensiven partizipativen Prozess, unter Einbeziehung  lokaler Akteure, der verschiedenen Fachämter der Stadtverwaltung, der kommunalen Eigenbetriebe und wichtiger öffentlicher Institutionen erarbeitet.

Mit Blick auf die Umsetzung wurden Ziele, Maßnahmen und Projekte in den folgenden Themenfelder definiert: Städtebau und Wohnen; Verkehr; Technische Infrastruktur; Kultur und Kulturelles Erbe;  Bildung, Wissenschaft und Soziales; Tourismus; Öffentlicher Raum und Grünanlagen; Umwelt und Klimaschutz; Wirtschaft und Arbeitsmarkt sowie Verwaltungsmodernisierung. Doch stehen die einzelnen Themenbereichen keinesfalls für sich, vielmehr bestehen enge Beziehungen und Wechselwirkungen, aus denen Synergie-Effekte hervorgehen können. bgh. war im Erarbeitungsprozess beratend und begleitend tätig.

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Zeitraum: 2014-2015

Leitbild‐Strategie‐Workshop und Strategiepapier [Halle, Saale]

Die Stadt Halle (Saale) beauftragt die Bietergemeinschaft bestehend aus den Leipziger Büros urban management systems (u.m.s.) GmbH und bgh. im Zeitraum zwischen 2014 und 2015 mit der Durchführung eines Leitbild-Strategie-Workshops und der Erstellung eines Strategiepapiers im Rahmen der Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) hallesaale* 2025. 

Neben verwaltungsinternen sektoralen Analysen, externen Fachgutachten und einem umfangreichen Beteiligungsprozess zur Feststellung des Ist-Zustandes in der Stadtentwicklung galt es darauf aufbauend, Schlüsse zu ziehen und diese in Form eines Leitbildes und einer Stadtstrategie bis hin auf die Projektebene einschließlich Finanzierungsmöglichkeiten festzuhalten. Das Strategiepapier und der Strategie-Workshop wurden als Kernbausteine im ISEK-Prozess betrachtet.

Der Erarbeitungsprozess setzte sich aus mehreren wichtigen Bestandteilen zusammen. So wurden beispielsweise Bürgerkonferenzen, Fachworkshops, Experteninterviews durchgeführt, um eine ganzheitliche Leitbildentwicklung hervorzubringen.

Auftraggeber: Stadt Halle (Saale)
Kooperationspartner: urban management systems (u.m.s.) GmbH
Zeitraum: 2014-2015

Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept [Kraljevo]

In der serbischen Stadt Kraljevo wurde in den Jahren 2013 und 2014 ein Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept „The Integrated Urban Development Strategy  for the Inner City of Kraljevo. Kraljevo 2030“ erarbeitet. Das Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept (STEK) beschäftigt sich mit Zielen, Herausforderungen und Projekten in den miteinander verknüpften Bereichen Städtebauliche Struktur & Wohnen, Verkehr & Technische Infrastruktur, Lokale Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Tourismus & Verwaltung, Öffentlicher Raum & Umwelt, Kulturelles Erbe & Kultur, Sozial- und Gesundheitswesen sowie Bildung & Sport.

Gemeinsam mit den Kooperationspartnern arbeitete bgh. an folgenden Themenschwerpunkte:

  • Fachpartner bei der Entwicklung und Umsetzung einer strategischen Herangehensweise zur Erarbeitung des STEK Kraljevo
  • Erstellung eines Operationsplanes (Projektmanagementplan STEK Kraljevo) zur effizienten Steuerung des Gesamtprozesses
  • Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Fachveranstaltungen innerhalb des Abstimmungs- und Beteiligungsprozesses
  • Unterstützung bei der Steuerung und zielgerichteten Lenkung des Gesamtprozesses und der fortlaufenden Abstimmung mit anderen am Prozess beteiligten Akteuren
  • Erarbeitung ausgewählter Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung der Anwohner, lokalen Akteure und der Verwaltungsmitarbeiter für eine hohe Akzeptanz während des Erarbeitungsprozesses des STEK Kraljevo

Auftraggeber: AMBERO Consulting Gesellschaft mbH
Kooperationspartner: Michael Engel und Jens Gerhardt
Zeitraum: 2013-2014

Kommunalentwicklung und Altstadtsanierung von Lviv [Ukraine]

In den Jahren 2010 bis 2014 war bgh. gemeinsam mit dem kooperierenden Büro urban management systems (u.m.s.) GmbH in der Planung, Vorbereitung und Erarbeitung eines integrierten Handlungskonzeptes für die historische Innenstadt von Lviv tätig. Dabei galt es neben weiteren Aufgaben, geeignete Instrumente für die integrierte Stadtentwicklung zu identifizieren.

Themenschwerpunkte:

  • Planung, Vorbereitung und Erarbeitung des Handlungskonzeptes
  • Organisation von Akteursbeteiligung im Stadtentwicklungsprozess
  • Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit

Kooperationspartner: urban management systems (u.m.s.) GmbH
Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (gtz) GmbH
Kommunalentwicklung und Altstadtsanierung Lviv
Zeitraum: 2010-2014

Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Leipziger Osten [STEK LeO]

Nach erfolgreichen Jahren der Erneuerung des Stadtteils Leipziger Osten bestand die Notwendigkeit, die Ausrichtung der künftigen Entwicklung des Stadtteils neu zu bestimmen. Dabei sollte eine noch stärkere Konzentration auf Maßnahmen im sozial-integrativen Bereich sowie eine grundsätzliche Positionierung der Stadtpolitik zur Integrationspolitik des Stadtteils erfolgen.

Demgemäß wurde das „Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept Leipziger Osten“ (STEK LeO) im Zeitraum 2011 bis 2013 von verschiedenen Ämtern der Stadt Leipzig, zahlreichen lokalen Akteuren sowie Experten aus anderen Städten gemeinsam erarbeitet. Ein umfassender Abstimmungs- und Beteiligungsprozess prägte die Erarbeitungsphase. So wurden zunächst die grundlegenden Weichen für das STEK LeO bei der Strategiewerkstatt „Leipziger Osten – Neuausrichtung der integrierten Entwicklungsstrategie für den Stadtteil Leipziger Osten“ im April 2011 gestellt.

Das STEK LeO zielt auf die Verbesserung der Konkurrenz- und Zukunftsfähigkeit der Quartiere im Leipziger Osten ab. Betrachtet werden die sieben Handlungsfelder Bildung, Wirtschaft & Beschäftigung, Nachbarschaft, Gesundheit, Stadtteilkultur, Stadtraum sowie Klima & Energieeffizienz, von denen ausgehend Handlungsprioritäten und eine Umsetzungsstrategie erarbeitet wurde. Die Arbeitsschwerpunkte von bgh. lagen bei:

  • Unterstützung bei der Entwicklung und Erarbeitung des Konzeptes
  • Begleitung des umfassenden Abstimmungs- und Beteiligungsprozesses
  • Konzeption und Umsetzung des Layouts der Broschüre

Auftraggeber: Stadt Leipzig, Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)
Zeitraum: 2011-2013

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für die Altstadt von Lviv [Ukraine]

Das Integrierte Entwicklungskonzept für die Altstadt von Lviv, das im Zeitraum von 2009 bis 2011 in einer ämterübergreifenden, interdisziplinären Arbeitsgruppe erarbeitet wurde, konkretisiert die allgemeinen Ziele der Stadtentwicklung. Es beinhaltet alle wichtigen Maßnahmen und Projekte zur Entwicklung der historischen Altstadt von Lviv bis 2021. Dabei wird zwischen laufenden Vorhaben, kurz-, mittel- und langfristig geplanten Maßnahmen sowie Projektideen, deren Umsetzung in Abhängigkeit von Finanzmitteln und Förderprogrammen stattfinden kann, unterschieden. Die Umsetzung erfolgt durch die Stadtverwaltung, andere öffentliche Institutionen und lokale Akteure in Lviv.

In den Themenbereichen Kulturerbe und Wohnen; Öffentlicher Raum; Verkehr und technische Infrastruktur; Tourismus und Kultur; Wirtschaft und Einzelhandel  sowie Soziales und Bildung werden Maßnahmen und Projekte definiert. Trotz der sektoralen Einteilung bestehen enge Beziehungen und Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Sektoren. Die möglichen Synergieeffekte zu nutzen und zu verstärken ist wichtiger Teil Bestandteil des strategischen Ansatzes.

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH
Kooperationspartner: Jens Gerhardt, Iris Gleichmann
Zeitraum: 2009-2011

Projektfortschrittskontrolle „Nachhaltige Stadtentwicklung“ [Syrien]

Analyse des Projektfortschritts in einer Vorortmission innerhalb des GIZ-Gesamtvorhabens „Nachhaltige Stadtentwicklung in Syrien“. Betrachtet wurde der aktuelle Entwicklungsstand folgender Projektkomponenten:

  • Sanierung der Altstadt von Damaskus
  • Stadtplanung und -entwicklung Aleppo
  • Nationale Stadtentwicklungsstrategie und Städtenetzwerke

Abschließend erarbeitete bgh. einen Projektfortschrittsbericht und gab strategische Empfehlungen für den weiteren Projektverlauf.

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Zeitraum: 2011

Modellprojekte für die Magistrale Georg-Schumann-Straße [Leipzig]

Bei der Georg-Schumann-Straße handelt es sich um eine 4,5 km lange Magistrale im Leipziger Nordwesten, die in besonderer Weise die Problematik von Leipziger Hauptverkehrsachsen widerspiegelt. Der nach der Widervereinigung begonnene Schrumpfungsprozess bildete sich besonders stark in den Hauptverkehrsachsen, so auch in der Georg-Schumann-Straße ab. Die Folgen der Abwanderung und der Niedergang städtischer Infrastrukturen sind noch heute spürbar.

Davon ausgehend beschloss die Stadt Leipzig, in der Magistrale neue Handlungsinstrumente und Modellprojekte innerhalb eines „experimentellen Stadtumbaus“ zu entwickeln. bgh. war gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern in der Unterstützung bei der Vorbereitung der Modellprojekte sowie dem Aufbau eines Magistralen-Managements Georg-Schumann-Straße beauftragt. Ziel war es, Impulse und Anreize für private Investoren innerhalb des Aufwertungsprozesses zu schaffen und gleichzeitig modellhaft neue Lösungsansätze innerhalb der Stadterneuerung zu finden und zu erproben.

Auftraggeber: Stadt Leipzig, Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)
Kooperationspartner: StadtLabor, Tröger + Mothes GbR und DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG
Zeitraum: 2010

Verstetigung gewonnener Erfahrungen zur integrierten Stadtentwicklung [Rumänien]

bgh. beriet das rumänische Ministerium für Regionalentwicklung zu Themen der nationalen Stadtentwicklungspolitik. In diesem Zusammenhang führte bgh. gemeinsam mit den lokalen Akteuren vor Ort Workshops in Bukarest durch und organisierte eine Studienreise für die rumänischen Fachexperten zur integrierten Stadtentwicklung in Deutschland.

Weiterhin beförderte bgh. den interkommunalen Fachaustausch auf nationaler und internationaler Ebene. So wurden mehrere Veranstaltungen vorbereitet, organisiert und durchgeführt. Neben einer Fachkonferenz für rumänische Städte in Timișoara wurde der der Fachaustausch auf internationaler Ebene zwischen Vertretern der Stadtverwaltung Timișoara und der ukrainischen Stadtverwaltung Lviv befördert.

Darüber hinaus galt es, bisherige Erfahrungen des Förderprogramms „Behutsame Erneuerung und wirtschaftliche Belebung der historischen Altbauquartiere von Timișoara/Rumänien“ zu reflektieren und Empfehlungen für die Einführung eines Förderprogramms durch die KfW zu arbeiten.

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Zeitraum: 2010

Integriertes Handlungskonzept und Städtebauliches Entwicklungskonzept [Grobkonzept] Georg-Schumann-Straße [Leipzig]

Die Georg-Schumann-Straße bündelt in besonderer Weise die Probleme von Hauptverkehrsstraßen in Leipzig: Die hohe Verkehrsbelastung und die damit verbundenen Beeinträchtigungen haben dazu geführt, dass sich an der Magistrale des Nordwestens heute die negativen Begleiterscheinungen des Stadtumbauprozesses in Leipzig wie an einer Perlenschnur aufreihen.

Um den negativen Entwicklungstendenzen entgegenzuwirken, hat bgh. gemeinsam mit StadtLabor und der DSK Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft im Auftrag des Amts für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW) das „Integrierte Handlungskonzept Georg-Schumann-Straße. Experimentierlabor Magistralenentwicklung“ erarbeitet.

Ziel war es, mittels eines integrierten Ansatzes für die Georg-Schumann-Straße Interventionsschwerpunkte für den öffentlichen Raum zu erarbeiten und räumliche Handlungsschwerpunkte mit beispielhaften Modellprojekten im Sinne einer nachhaltigen Magistralenentwicklung zu identifizieren.

Darüber hinaus arbeitete dieselbe Arbeitsgemeinschaft bestehend aus bgh., StadtLabor und DSK ein städtebauliches Entwicklungskonzept (Grobkonzept) als Grundlage für die Antragstellung „SOP-Gebiet Georg-Schumann-Straße“ innerhalb des Programmes „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ (SOP).

Auftraggeber: Stadt Leipzig, Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)
Kooperationspartner: StadtLabor, Tröger + Mothes GbR und DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG
Zeitraum: 2009

Fortschreibung der Sanierungsziele „Lindenau I“ [Leipzig]

Der Prozess der Stadterneuerung in Leipzig ist seit 1990 weit voran geschritten und hat zu großen Erfolgen geführt. Ein wichtiges Instrument dabei war und ist die klassische Städtebauförderung, die in den Sanierungsgebieten der Stadt Leipzig für Sanierungsmaßnahmen an privaten Gebäuden sowie Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes eingesetzt wird (Programm Städtebauliche Erneuerung).

Die regelmäßige Fortschreibung der Sanierungsziele dient der Überprüfung des Fortschritts festgelegter Maßnahmen und der Anpassung der Strategien an die sich veränderten Bedingungen in der Stadtentwicklung. Der Handlungsbedarf spiegelt sich auch im Konzept „Leipzig 2020 – Integriertes Stadtentwicklungskonzept (SEKo)“  wider.

Folgende Leistungen wurden erbracht:

  • Bestandserfassung und Analyse
  • Vorschläge zur weiteren Entwicklung des Sanierungsgebietes
  • Konkretisierung und Fortschreibung des Sanierungskonzeptes
  • Integrierte Handlungskonzepte für fünf Vertiefungsbereiche
  • Erarbeitung eines Konzeptes zu Prozesssteuerung und Marketingstrategie
  • Kommunikation, Bürgerbeteiligung und Berichterstattung.

Auftraggeber: Stadt Leipzig, Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)
Kooperationspartner: urban management systems (u.m.s.) GmbH
Zeitraum: 2009

Fortschreibung „Integriertes Stadtentwicklungskonzept Wohnen“ [Altenburg]

Auf Grundlage des im Jahr 2003 beschlossenen Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes erfolgte in den Jahren 2008 und 2009 eine Fortschreibung des Konzepts („Integriertes Stadtentwicklungskonzept Wohnen. Altenburg 2020“). Die Bedeutung des InSek wird anhand der zum Zeitpunkt der Fortschreibung vorhandenen Rahmenbedingungen deutlich. So verzeichnete Altenburg rückläufige Einwohnerzahlen, deren Verschärfung sich perspektivisch aufgrund demografischer Tendenzen andeutete, zudem wurde die Stadtentwicklung durch schwierige wirtschaftliche Veränderungen beeinflusst.

bgh. begleitete gemeinsam mit dem Büro Grunwald & Partner den Fortschreibungsprozess. Schwerpunkte:

  • Aktualisierung der allgemeinen Informationen
  • Fortschreibung der Wohnungsmarktdaten und Aktualisierung der Analysekarten
  • Entwicklung von Szenarien und Prognosen
  • Leitbild der Stadt Altenburg und Ziele bis 2020
  • Öffentliche Beteiligungsverfahren
  • Redaktionelle Aufbereitung der Ergebnisse und Berichterstattung

Auftraggeber: Stadt Altenburg
Kooperationspartner: Büro Grunwald & Partner (seit 2011: Grunwald & Grunwald. Architektur und Städtebau GbR)
Zeitraum: 2008-2009

Integrierter Stadtentwicklungsplan [Sibiu]

Im Jahr 2008 war bgh. gemeinsam mit der städtischen Verwaltung und den Akteuren vor Ort an der Erarbeitung eines Integrierten Stadtentwicklungsplans (Integrated Urban Development Framework) für die rumänische Stadt Sibiu/Hermannstadt beteiligt. Der Integrierte Stadtentwicklungsplan fungiert als strategische Planungsgrundlage zur Einwerbung Europäischer Strukturfonds der Förderperiode 2007 – 2013.

In sektoralen Themenfeldern wurden die demografische und ökonomische Entwicklung, sowie die Themen Transport und Technische Infrastruktur, Bildung, Wissenschaft, Kultur, Soziales und Gesundheit zunächst separat betrachtet. Gefolgt von einer SWOT-Analyse mit Entwicklungsbedarfen wurde die stadtweite, themenübergreifende Entwicklungsstrategie hervorgebracht. In einem Aktionsplan wurden erste Projekte und Finanzierungsansätze und Zeithorizonte entwickelt und dokumentiert.

Auftraggeber: Büro für Stadtentwicklung und Stadtsanierung (B.S.S.) GmbH
Kooperationspartner: Stiftung Stadterneuerung Sibiu, Büro für Umweltplanung und Stadtentwicklung (B.U.S.)
Zeitraum: 2008

Fortschreibung Sanierungsziele Kleinzschocher [Leipzig]

Das Sanierungsgebiet Kleinzschocher liegt ca. 5 km südwestlich des Zentrums der Stadt Leipzig und ist überwiegend durch Wohnnutzung gekennzeichnet. Das bisherige Sanierungsgebiet lässt sich in 3 Bereiche unterteilen: Alte Ortslage im Umfeld der Taborkirche, Gründerzeitbestände entlang der Dieskaustraße und Bebauung westlich der Dieskaustraße. Verstärkte Investitionen der vergangenen Jahre haben in weiten Teilen zu einer deutlichen Verbesserung der Gesamtsituation beigetragen. Dennoch sind Teilbereiche weiterhin durch marode Bausubstanz und einen hohen Leerstand gekennzeichnet. Der Handlungsbedarf spiegelt sich auch im Konzept „Leipzig 2020 – Integriertes Stadtentwicklungskonzept“ (SEKo) der Stadt Leipzig wieder.

Auf der Grundlage der übergeordneten strategischen Rahmenplanung, der Bestandsanalyse der aktuellen Situation sowie identifizierter Problem-und Potentialbereiche wurden mehrere räumliche Handlungsschwerpunkte mit einem erhöhten Investitionsbedarf abgeleitet. Durch die Konzentration öffentlicher Investitionen in der verbleibenden Laufzeit des Sanierungsgebiets soll eine Initialwirkung erzielt werden, die weitere private Folgeinvestitionen im unmittelbaren Umfeld auslöst und damit erneut wichtige Impulse für den gesamten Stadtteil gibt.

Im Rahmen der Fortschreibung der Sanierungsziele wurden durch bgh. folgende Leistungen erbracht:

  • Bestandserfassung und Analyse
  • Vorschläge zur weiteren Entwicklung des Sanierungsgebiets
  • Konkretisierung und Fortschreibung des Sanierungskonzeptes
  • Kommunikation, Bürgerbeteiligung und Berichterstattung

Auftraggeber: Stadt Leipzig, Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)
Zeitraum: 2008

Leipzig 2020 – Integriertes Stadtentwicklungskonzept [SEKo] – Fachkonzept Freiraum und Umwelt

In den Jahren 2007 und 2008 wurde das Konzept „Leipzig 2020 – Integriertes Stadtentwicklungskonzept (SEKo)“ erarbeitet. Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept formuliert eine ämterübergreifende Stadtentwicklungsstrategie für die Stadt Leipzig. Auf Basis der Vernetzung sektoraler Planungen benennt es inhaltliche und stadträumliche Ziele und Schwerpunkte sowie zentrale Maßnahmenpakete zu deren Umsetzung. Damit legt das SEKo den Grundstein für ein zielgerichtetes ressortübergreifendes Verwaltungshandeln innerhalb der Stadtentwicklung.

Das Gesamtkonzept wird durch 10 Fachkonzepte untersetzt. So ist neben den Fachkonzepten Wohnen, Wirtschaft und Beschäftigung, Bildungslandschaft, Soziales, Kultur, Zentren, Verkehr und Technische Infrastruktur, Denkmalpflege und Sport das Fachkonzept Freiraum und Umwelt Bestandteil des SEKo. Die Kerninhalte des Fachkonzepts Freiraum und Umwelt wurden in einer ämterübergreifenden Arbeitsgruppe erarbeitet – koordiniert und aufbereitet durch bgh. Veröffentlicht wurde das SEKo „Leipzig 2020“ im Oktober 2009 und befindet sich derzeit (Stand: 1. Quartal 2017) in Fortschreibung. Noch 2017 soll das „Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK) Leipzig 2030“ beschlossen werden und damit das „Leipzig 2020“ ersetzen.

Projektzeitraum: 2007-2008
Auftraggeber: Stadt Leipzig, Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)
Grafische Gestaltung: Büro für urbane Projekte

Behutsame Erneuerung und wirtschaftliche Belebung der historischen Altbauquartiere von Timișoara [Rumänien]

Die Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH (heute Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH) bereitete in den Jahren 2004 und 2005 gemeinsam mit den Akteuren vor Ort einen Antrag zur behutsamen Erneuerung und Belebung der Altbauquartiere der rumänischen Stadt Timișoara vor. bgh. unterstützte und begleitete die Stadt Timișoara fachlich bei der Antragstellung und Projektvorbereitung. Eine der Aufgaben war u.a. die Abstimmung des Projektantrages mit zahlreichen rumänischen Ministerien und der deutschen Botschaft in Rumänien.

Die Bürogemeinschaft übernahm die Federführung bei der Durchführung und Begleitung in einer Orientierungsphase des rumänisch-deutschen Kooperationsvorhabens „Behutsame Erneuerung und wirtschaftliche Belebung der historischen Altbauquartiere von Timișoara/Rumänien“. In den Jahren 2006 bis 2010 wurde dieses Projekt umgesetzt und etabliert. bgh. war gemeinsam in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Partnern und dem Auftraggeber für die Projektkoordination und Durchführung verantwortlich. Zentrale Schwerpunkte waren:

  • Steuerung des Gesamtvorhabens, Abstimmung mit nationalen, regionalen und lokale Entscheidungsträgern in Rumänien und Deutschland
  • Aufbau einer Koordinierungsstelle Altstadtsanierung Timișoara (KAST) innerhalb der Stadtverwaltung
  • Koordination der Aktivitäten der Altbausanierung in Timișoara
  • Ausstellungskonzept und -umsetzung „Richtig sanieren!“
  • Unterstützung lokaler Bildungsträger bei der Erweiterung ihres Angebots (spezifische Kurse Altbausanierung)
  • Identifizierung und Vorbereitung geeigneter Förderprogramme für die Erneuerung der Gebäudestruktur, der öffentlichen Infrastruktur und des öffentlichen Raumes
  • Sensibilisierung der Bewohner der Altbauquartiere für angepasste Sanierungsverfahren
  • Aufbau von Beratungsangeboten für Eigentümer und Mieter

Auftraggeber: Büro für Stadtentwicklung und Stadtsanierung (B.S.S.) GmbH
Zeitraum: 2004-2010

Kommunales Landmanagement und internationale Konferenz zum Thema Geoinformationssysteme in serbischen Kommunen [Serbien]

In den Jahren 2004 bis 2006 war bgh. als Kurzzeitexperte in der Unterstützung des GTZ-Projektes „Landmanagement/Kataster Serbien“ tätig. Eine der Tätigkeiten war die gemeinsame Auswahl von fünf Pilotgemeinden zur Verbesserung des kommunalen Landmanagements in Serbien. Ziel war es, diese Kommunen bei der Einführung kommunaler Geoinformationssysteme (GIS) fachlich zu begleiten.   Dabei hatte bgh. Aufgabenschwerpunkte:

  • Leitung der Prüfmission zur Auswahl von geeigneten Gemeinden, die an einer pilotmäßigen Zusammenarbeit zur Verbesserung des kommunalen Landmanagements interessiert sind
  • Darstellung und Festlegung des Rahmens der bilateralen Zusammenarbeit
  • Moderation der Projektplanungs- und -entwicklung Workshops in den fünf ausgewählten serbischen Pilotgemeinden Nis, Subotica, Sombor, Valjevo und Kragujevac
  • Fachliche Begleitung der Kommunen bei der Einführung von Kommunalen GIS zur Verbesserung des Landmanagements
  • Organisation und Moderation der internationalen Konferenz „Landmanagement and GIS in Serbian municipalities – a tool for efficient citizen service“ (Belgrad, 2005)

Auftraggeber: Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH, Kommunale Selbstverwaltung Georgien
Zeitraum: 2004-2006

Konzeptioneller Stadtteilplan für den Leipziger Westen

Anfang der 2000er Jahre bildete der Leipziger Westen neben dem Leipziger Osten und dem Stadtteil Grünau einen Schwerpunktraum der Stadtentwicklung. Grund dafür war die Überlagerung und Dringlichkeit der sozial-räumlichen Herausforderungen in diesen Gebieten. Mit dem Ziel der effizienten Mittelbündelung wurden für diese 3 Bereiche vertiefende Konzepte erarbeitet – so auch der Konzeptionelle Stadtteilplan für den Leipziger Westen (KSP West), der die Stadtteile Altlindenau, Lindenau-Plagwitz und Kleinzschocher umfasst.

Mit diesem informellen Planungsinstrument zielte die Stadt Leipzig darauf ab, ein zukunftsfähiges Leitbild für den Leipziger Westen aufzuzeigen. Erarbeitet wurde der KSP West durch eine Projektgruppe der Stadtverwaltung mit teilweiser Einbeziehung externer Büros.

bgh. wirkte bei der Erstellung und Verabschiedung des KSP West mit.

Auftraggeber: Stadt Leipzig, Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)
Zeitraum: 2003-2004