Ukrainisch-Deutsches Städtenetzwerk [Ukraine & Deutschland]

Ende des Jahres 2017 wurde das ukrainisch-deutsche Städtenetzwerk auf Initiative des ukrainischen Ministerium für Regionalentwicklung, Bau, Wohnen und Kommunale Dienstleistungen (MinReg) und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gegründet. Nach neuem Ressortzuschnitt liegt das Netzwerk seit 2018 in Zuständigkeit des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI). Wichtige Partner in dem Städtenetzwerk sind neben den beiden Ministerien die vier ukrainischen Städte Kyiv, Mykolajiw, Kharkiv und Lviv sowie die drei deutschen Städte Osnabrück, Leipzig und Nürnberg. Alle Netzwerkpartner bringen aktuelle Projekte auf städtischer Ebene ein.

bgh. unterstützt im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH den Netzwerkaufbau und die inhaltliche Ausgestaltung sowie Durchführung der bisherigen Netzwerktreffen.

Die im Städtenetzwerk diskutierten Themen der integrierten Stadtentwicklung reichen von innerstädtischer Brachflächenentwicklung über öffentliche Partizipationsverfahren bis hin zu klimafreundlicher Stadtentwicklung. Ein weiterer Bestandteil der Netzwerkarbeit ist der fachliche Austausch mit anderen Städtenetzwerken, wie etwa dem „Südafrikanisch-Deutschen Städtenetzwerk – Urban Energies“ und dem „US-Amerikanisch-Deutschen Städtenetzwerk D4C – Dialogues for Change (D4C)“.

Vorangegangene Treffen des Ukrainisch-Deutschen Städtenetzwerks fanden in Lviv, Kyiv und Leipzig statt. Für den letzten Workshop trafen sich die Netzwerkmitglieder im Juli 2019 in Osnabrück. Der Workshops widmete sich dem Potenzial der Brachflächenentwicklung als Teil der integrierten Stadtentwicklung. Um tiefer in das Konzept der integrierten Stadtentwicklung einzusteigen, befasste sich dieser Workshop auch mit der Frage, wie integrierte Stadtentwicklung praktisch umgesetzt werden und Partizipation ein Erfolgsfaktor für eine nachhaltige Entwicklung darstellen kann.

Der Workshop ermöglichte den Vertreter der Städte, vielfältige Erfahrungen beim Umgang mit Brachflächenentwicklung kennenzulernen und dabei passende partizipative Instrumente für die verschiedenen Phasen eines Planungsprozesses zu identifizieren. Zusätzlich hatten die Netzwerkmitglieder die Möglichkeit, das Gelände des Brachflächen-Revitalisierungsprojekts Neumarkt zu besichtigen, praktische Herausforderungen eines großen Entwicklungsprojekts zu betrachten und die Fachkolleg aus Osnabrück gemeinsam kollegial zu beraten. 

Die Rolle von Peer Learning Netzwerken für die Nationale Stadtentwicklungspolitik und Gründung des Ukrainisch-Deutschen Städtenetzwerks: 

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Zeitraum: Fortlaufend seit 2017